Tauben
Die großen Plätze der Welt von Venedig, Mailand, Rom, Moskau, Mekka, Delhi, Berlin, New York, Basel und Stuttgart haben eines gemeinsam? Sie werden von einer großen Anzahl Straßentauben bevölkert. Überall auf der Welt, unabhängig von Religion oder politischer Einstellung der Menschen, werden sie gefüttert, gehegt und geliebt? Aber auch gehasst, verabscheut und verfolgt. An keinem Tier scheiden sich die Geister so wie an der Taube. Kaum ein Tier hat zu einer derartigen Polarisierung der Meinung und Gefühle geführt wie die Taube. Der Bewertung der weißen Tauben als, Sinnbild des heiligen Geistes und Symbol der Liebe und des Friedens, stehen Bezeichnungen der Straßentauben als Ratten der Lüfte und als fliegender Unrat gegenüber.
Während Tausenden von Jahren haben sich immer wieder Tauben in den Städten angesiedelt. Wieso gefällt es den Tauben so in der menschlichen Umgebung? Der natürliche Lebensraum der Felsentaube entspricht in einigen wesentlichen Punkten unseren Städten. Die kahlen Straßenschluchten mit Ihren hohen Hausfassaden sind der Felsküste vergleichbar. Tauben bevorzugen vegetationsarme Lebensräume und brüten in halbdunkeln Grotten und Felsspalten, Strukturen, die ebenfalls in der Stadt vorhanden sind.
Der äußerst aggressive Taubenkot (beinhaltet Salpetersäure) greift selbst modernste Baumaterialien (z.B. Beton, Aluminium, Sandstein, Ziegel, Marmor und selbst Stahl) an. Die Säure dringt in das Material ein und macht es spröde und unansehnlich. Die Reinigungskosten vervielfachen sich durch den Taubenkot und ohne Abwehrsysteme ist die Fassade bereits nach kürzester Zeit wieder verunstaltet.
Zahlreiche Krankheiten (Link auf Krankheits-Seite) werden allein durch die Anwesenheit oder den Kot der Taube übertragen oder verursacht. Krankheiten, die nicht durch Parasiten verursacht werden, sind u. a. Infektionen durch Viren (Influenza, Vogelpest) und Bakterien. Diese Infektionen sind auch für den Menschen schädlich.
